Ausflugsziele

Schloss Sancoussie in Potsdam

26.08.2010 von Martin Schmacht (Kommentare: 0)

Besuch im Park von Friedrich den Großen

Als das bekannteste Ausflugziel in Potsdam gilt Schlosspark und Schloss Sanssouci (frz. sans souci = ohne Sorge). Zu Recht ist dieser Park Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes und immer einen Besuch wert. Der Park erstreckt sich über 290 ha Fläche und besitzt ein Wegenetz von über 70 km und stellt damit die größte Parkanlage in der Mark Brandenburg dar.

Verschiedene Stellen im Park zeigen unterschiedliche Charaktere und lassen erkennen, dass im Laufe seiner Historie viele Gartenarchitekten im Auftrag der Monarchen ihre Spuren hinterlassen haben. So unterscheiden sich die Weinterrassen vor dem Schloss Sanssouci deutlich von den kleinen angelegten Gärten vor dem Orangerieschloss oder den großen Flächen am neuen Palais, die von vielen Alleen durchzogen sind. Um Ihnen ein Eindruck von diesen Park zu vermitteln, wollen wir einen imaginären Spaziergang an der Hauptallee entlang machen.

Beginnen wollen wir unsere kurze Reise an der Schopenhauer Straße, von wo aus die 2km lange Hauptallee durch das Obeliskportal am Schloss Sanssouci vorbei zum neuen Palais führt.

Schloss Sanssouci und seine Weinterrassen bauen sich auf der rechten Seite der Hauptalle auf. Diese Ansicht des Schlosses stellt wohl das Bild dar, das die meisten Touristen mit Sanssouci verbinden und so ist hier auch die größte Besucherdichte im Park vorzufinden. Von hier schreiten wir langsam  die majestätische anmutende Treppe in der Mitte der Terrasse hinauf.Oben angekommen wird der ein oder andere überrascht sein über die Größe des Bauwerks. Dabei war das Schloss zu Anfang noch kleiner, denn nur die Mitte des Gebäudes ließ Friedrich der Große von 1745-47 im Stil des Rokoko errichten. Erst unter Wilhelm IV wurden die 2 Seitenflügel von 1840-42 ergänzt. Läuft man links am Schloss vorbei, kommt man zu der alten Windmühle, die bereits existierte, bevor der Park angelegt wurde.

Schloss Sanssouci mit seinen Weinterrassen

Viel Betrieb am Schloss Sanssouci

Blick vom Schloss auf die Hauptallee

Begeben wir uns von der Mühle auf direkten Weg zurück auf die Hauptallee, von der aus viele Sichtachsen ausgehen. Eine Sichtachse zeigt uns das chinesische Haus, welches nach Skizzen Friedrich des Großen geschaffen wurde. Trotz der bescheidenen Größe lässt die Bauzeit von 9 Jahren (1755-64) erahnen, unter welchen finanziellen Zwängen Preußen während des Siebenjährigen Krieg zu leiden hatte.

Viele Figuren prägen nun das Bild der Hauptallee. Auch der Charakter des Parks ändert sich. Zeigt der Park in der Nähe des Schlosses eher offen und lichtdurchflutet, wird der Weg nun schattiger und geschlossener. Auch die schön angelegten Blumenbeete sind nun nicht mehr zu finden.

Kurz geben uns die Bäume den Blick auf das Orangerieschloss frei. Ein Bauwerk im Stil der italienischen Renaissance, welches Friedrich Wilhelm IV in Auftrag gegeben hat. Das Bauwerk mit den Doppeltürmen zeichnet sich durch zwei 103 Meter lange und 16 Meter breite Orangerien aus.

Das  chinesische Haus

Blüten  vor Schloss Sanssouci

Blick von der Hauptallee zum Orangerieschloss

Eine  der vielen Figuten im  Schlosspark

Laufen wir die Hauptalle weiter, erkennt man bald am Ende des Weges das Neue Palais. Nach dem Siebenjährigen Krieg wurde mit dem Bau dieses prunkvollen Gebäudes begonnen. Es sollte auf architektonischen Weg die Vormachtstellung Preußen nach dem Krieg demonstrieren. Deshalb ist es auch wesentlich größer als das Schloss Sanssouci. Genutzt wurde das Neue Palais hauptsächlich, um die zahlreichen Gäste des Königs unterzubringen. Heute beherbergt es ein Museum.

Mit dem Erreichen des neuen Palais sind wir am Ende des Parks angekommen. Für beschriebenen Weg sollte man mind. 1,5 Stunden Zeit einkalkulieren. Für den Rückweg kann man zwischen der Route über Schloss Charlottenhof, die Römischen Bäder und das chinesische Haus oder den Weg über Belvedere, Drachenhaus und Orangerie wählen. Beide Wege sind länger als die Hauptallee und man sollte sich mindestens 2 Stunden Zeit nehmen. Nutzt man noch die Möglichkeit eines Museumsbesuch und der Besichtigung der Orangerie, so bietet der Park ein tagfüllendes Programm.

Neues  Palais

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