Ausflugsziele
Düsseldorfer Rheinpromenade
26.01.2011 von Martin Schmacht (Kommentare: 0)
Von der Oberkasseler Brücke bis zum Fernsehturm
Was soll man an einem kalten, aber sonnigen Herbsttag im Oktober machen? Diese Frage stellt sich uns an einen Sonnabend. Von Freunden wurde die Besichtigung des Fernsehturms in Düsseldorf vorgeschlagen. Also machten wir uns auf dem Weg. Der einzige Nachteil war, dass in Düsseldorf das Wetter irgendwie anders war als in Köln. Es stürmte und regnete, aber wenn man schon mal da ist, dann fährt man nicht wieder zurück. Also haben wir das Auto ins Parkhaus für bescheidene 2,40 €/h abgestellt, den Rucksack aufgesetzt und auf den Weg zum Fernsehturm gemacht.
Zum Glück hörte es bald auf zu regnen. Am Horizont zeigt
sich die Sonne. Dieser wunderschöne Anblick musste natürlich sofort für die
Nachwelt festgehalten werden. Aufgrund des starken Windes war 15 Minuten später der Himmel
fast wolkenlos und so wurde es doch noch ein schöner Ausflug.
An der Rheinkniebrücke und dem Landtag von Nordrheinwestfahlen vorbei kommt man am Fuß des Fernsehturms an. Am Turmschaft ist die laut Guinness-Buch weltgrößte Dezimaluhr angebracht. Speziell im Dunkeln ist sie schon von Weitem gut zu erkennen.
Den schweren Aufstieg zum Fernsehturm nahm uns der Aufzug ab. Oben angekommen, zeigt sich ein herrlicher Ausblick über Düsseldorf und das Umland. Eine Besonderheit sind die nach außen geneigten Panoramafenster aus 45 Millimeter dickem Verbund-Sicherheitsglas, durch welche kann man sogar den Fuß des Turmes sehen kann. Wirklich gute Fotos waren vom Fernsehturm leider nicht möglich, da die Scheiben sehr dreckig waren und dazu noch stark spiegelten. In Kombination mit der untergehenden Sonne ergab sich dennoch ein Anblick zum genießen.
Am Düsseldorfer Medienhafen bietet die nun untergehende Sonne einen Hauch von Miami. Dabei hat dieses Stadtgebiet eine interessante Entwicklung hinter sich. Im Vergleich zu anderen Binnenhäfen im Ruhrgebiet sehr spät gebaute Düsseldorfer Hafen war er bei seiner Eröffnung 1896 einer der modernsten Binnenhäfen seiner Zeit. Im zweiten Weltkrieg wurde der Hafen durch Bombardierungen fasst komplett zerstört und erst 1948 war er für den Schiffsverkehr wieder nutzbar. In der Zeit des Wirtschaftswunders wurde der Hafen weiter ausgebaut. In den 70er Jahren reduzierte sich das Transportaufkommen und es zeigte sich, dass der Hafen inzwischen zu groß war. 1974 entscheid man, das Hafengelände zu verkleinern. Auf einen Teil dieser Fläche entstand seit 1990 mit dem Medienhafen ein architektonisch anspruchsvolles Büroviertel, in dem sich jedoch hauptsächlich Unternehmen der Modebranche und Unternehmungsberatungen und Anwaltskanzleien angesiedelt haben. Nur 9% der Ansiedlungen kommen aus der Medienbranche.
Einen interessanten Anblick bietet das moderne Düsseldorfer Stadttor mit seiner Beleuchtung, welches das Gebäude wirklich wie ein Tor aussehen lässt. Dabei ist das eigentliche „Tor“ von hier aus gar nicht zu sehen, denn die Straße in das Düsseldorfer Zentrum führt direkt unter dem Gebäude entlang.
Nach etwa 4 Stunden erreichen wir wieder die Tiefgarage, bezahlen 9,60 €, und setzen uns erschöpft und erfroren in unser Auto.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Düsseldorfer Rheinpromenade auf kurzem Weg (3 km) sehr viele Fotomotive bietet, wobei wir mit dem Wetter Glück hatten, welches unseren Fotos zusätzliche Spannung verleiht.
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